Babys profitieren von der Nähe und Geborgenheit, wenn sie wähend dem Tragen nah bei ihrer Bezugsperson sind. Es ist ratsam, sich auch einige Gedanken zum ergonomisch korrekten tragen zu machen, so dass die Weichen für eine gesunde Körperentwicklung ideal gestellt werden. 

Wie tragen?

Wie tragen?

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Anhock-Spreizhaltung

Anhock-Spreizhaltung

Auch "M-Haltung" genannt. Die Knie des Babys sind auf der Höhe seines Bauchnabels und die Beine sind in einem rechten Winkel voneinander gespreizt. Dadurch wird der Rücken automatisch rund und kann somit seine natürliche Haltung einnehmen. Diese Haltung ist ideal für die Entwicklung von Babys Rücken und Hüfte.

No Go: Tragen nach vorne

No Go: Tragen nach vorne

Das Baby sollte mit dem Gesicht immer in Richtung der Trageperson eingebunden werden. Beim Tragen mit dem Gesicht nach vorne ist eine anatomisch korrekte Haltung nicht möglich. Der Rücken wird ins Hohlkreuz gedrückt, die Beinchen hängen haltlos herunter. Ausserdem ist das Baby den ganzen Einflüssen und der Hektik ausgeliefert, es kann sich nicht ankuscheln, wenn es ihm zu viel wird.

Auch für Mamas und Papas Rücken

Auch für Mamas und Papas Rücken

Ergonomisch zu tragen zahlt sich auch für uns Erwachsene aus. Unser Rücken und Beckenboden dankt es uns, wenn wir möglichst körpernah und hoch tragen. Das Tragetuch oder die Tragehilfe muss straff festgezogen werden, damit keine Hebelkräfte wirken. Mit wachsendem Gewicht des Kindes empfiehlt es sich, auf dem Rücken zu tragen. Mit einer guten Tragetechnik kann man auch noch ältere und schwere Kinder mit Freude tragen.

Zu schmaler Steg

Zu schmaler Steg

Ist der Steg zu schmal, baumeln die Beinchen haltlos nach unten. Das ganze Gewicht lastet auf den Genitalien und es entsteht ein ungesunder Zug auf das unreife Hüftgelenk.

Tragen auf dem Rücken

Tragen auf dem Rücken

Wird das Baby wacher, neugieriger und ist an Mutters oder Vaters Brust nicht mehr zufrieden, ist es Zeit, es auf den Rücken zu binden. Das ist in der Regel ab dem dritten bis vierten Lebensmonat der Fall. Durch das Tragen auf dem Rücken „in Fahrtrichtung“ erfährt das Baby neue Eindrücke, seine Augen entwickeln die Fähigkeit, Distanzen einzuschätzen und zu fokussieren. Ausserdem kann es der Trageperson den Alltag sehr erleichtern, vorne frei zu sein.

Gute Stützung

Gute Stützung

Kopf, Nacken und Wirbelsäule des Babys sollen gut gestützt sein um ein seitliches Abknicken der Wirbelsäule oder ein Zusammensacken des Oberkörpers zu verhindern. Der Steg zwischen den Beinen reicht unbedingt von Kniekehle zu Kniekehle und stützt das Baby in seiner natürlichen Haltung. Idealerweise wird das Kind sehr nah am eigenen Körper getragen und fällt nicht von der Trageperson weg, wenn diese sich bückt.

Steg zu breit

Steg zu breit

Ist der Steg zu breit, werden die Beinchen überstreckt, die Bänder und Sehnen überdehnt.

Ideale Stegbreite

Ideale Stegbreite

Der Steg muss von Kniekehle zu Kniekehle reichen. So wird die natürliche Haltung des Babys unterstützt und das Baby sitzt bequem. Eine gute Tragehilfe hat einen verstellbaren Steg.

Füsse nie mit einbinden!

Füsse nie mit einbinden!

Beim Einbinden der Füsse wirkt ein starker Druck auf die feinen Knie- und Fussgelenke. Die Füsse müssen immer ausserhalb der Traghilfe und des Tuches sein!

Runder Rücken

Runder Rücken

Ist das Baby in der Anhock-Spreizhaltung wird der Rücken automatisch rund und kann somit seine natürliche Haltung einnehmen, welche ein Neugeborenes oder schlafendes Kleinkind anzeigt. Diese Haltung gilt es mit dem Tragetuch oder einer geeigneten Tragehilfe zu unterstützen.